Sophies Abenteuer gehen weiter
Schon während ich an meinem ersten Roman „Sophie & der einsame Wolf“ schrieb, hatte ich den Gedanken im Kopf, Sophies Abenteuer eines Tages weiterzuerzählen. So, wie ich es früher schon mit meinen Jugendgeschichten über mich und meine Freunde getan hatte.
Schon bei meinem Debütroman war der Rechercheaufwand enorm. Doch für mich war und ist eines immer klar: Wenn ich einen Roman schreibe, dann soll er Hand und Fuß haben. Sophies erstes Abenteuer ist inzwischen erzählt. Ihr könnt das Buch kostenlos als PDF oder E-Book herunterladen oder direkt bei mir als Hardcover bestellen. Und während die erste Geschichte nun ihren Weg zu den Lesern findet, juckt es mich langsam wieder in den Fingern, mit der Fortsetzung zu beginnen.
Neuer Roman, neue Umgebung
Für die Fortsetzung wollte ich bewusst vermeiden, einfach eine ähnliche Geschichte in einem anderen Gewand zu erzählen. Ich wollte etwas Neues, etwas Frisches schaffen – und dafür brauchte ich eine Umgebung, die einen deutlichen Kontrast zum ersten Roman bildet.
Durch meine Reisen, Trailruns und Bergtouren war ich schon oft in Salzburg und Tirol unterwegs. Deshalb lag es für mich nahe, Sophie diesmal in die alpine Welt zu schicken. Ich konnte mir kaum etwas Spannenderes vorstellen, als sie in einer Umgebung anzusiedeln, die sich so deutlich von der Welt ihres ersten Abenteuers unterscheidet.
Der Nationalpark Hohe Tauern hat mich schon seit meiner Kindheit fasziniert. Und es ist nicht das erste Mal, dass eine meiner Geschichten in dieser Umgebung spielt. Für Sophie eröffnet diese Welt ganz neue Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig möchte ich meinen Lesern die einzigartige alpine Landschaft, die besonderen Orte und die Kultur der Menschen näherbringen, die hier leben.
Um das zu erreichen, wollte ich mich als Stadtmensch unbedingt selbst auf die Spuren meiner Handlungsorte begeben. Ich machte unzählige Fotos, schrieb noch mehr Notizen und gestaltete mithilfe von KI Szenenbilder, um mir die Schauplätze möglichst genau vor Augen führen zu können. Ich wollte mir ein eigenes Bild von den Orten machen, an denen meine Geschichte später spielen sollte.
Dabei geht es mir nicht darum, jedes Detail bis ins Letzte auszuschmücken. Vielmehr möchte ich die Schauplätze so authentisch beschreiben, dass sich Menschen, die diese Orte kennen, darin wiederfinden. Dass sie beim Lesen vielleicht denken: „Aha, der Autor weiß, wovon er erzählt.“
Viele spannende Orte und tolle Menschen
Sophies neues Abenteuer wird sie unter anderem nach Tirol führen, genauer gesagt nach St. Johann und Kitzbühel. Wer den ersten Roman gelesen hat, dürfte dort vielleicht schon eine kleine, versteckte Referenz entdeckt haben.
Da ich liebe Freunde in St. Johann habe und in den vergangenen Jahren öfter zu Besuch war, konnte ich mich dort bereits auf einige Vorkenntnisse verlassen. Trotzdem gab es noch viel zu entdecken. Besonders profitiert habe ich dabei von den Hintergrundinformationen meines lieben Freundes Andy, einem echten St. Johanner Urgestein. Durch ihn habe ich viel über das Leben vor Ort erfahren, und er hatte auf all meine Fragen eine Antwort.
Auch Kitzbühel ist mir nicht fremd. Doch so intensiv wie während meiner Recherchen habe ich mich mit diesem Ort noch nie beschäftigt. Dabei bin ich auf Plätze gestoßen, die mir bei meinen früheren Besuchen kaum aufgefallen waren. Es ist schon erstaunlich, wie anders man eine Stadt wahrnimmt, wenn man sie nicht nur besucht, sondern gezielt nach Schauplätzen für eine Geschichte sucht.
Nach intensiven Tagen in St. Johann führte mich meine Reise weiter nach Niedernsill im Pinzgau. Denn dort warteten einige meiner spannendsten Recherchetouren für den neuen Roman auf mich.
Zunächst ging es ins nahe gelegene Zell am See. Auch hier war ich schon einige Male gewesen, allerdings noch nie mit einem konkreten Rechercheauftrag im Gepäck. Diesmal interessierten mich vor allem die Promenade am See und das Congress Center, die beide eine Rolle bei meinen Überlegungen zu den Schauplätzen spielten.
Am meisten beeindruckt haben mich jedoch meine Erkundungen im Mühlbachtal und auf der Schmiedingerscharte im Nationalpark Hohe Tauern.
Die Schmiedingerscharte liegt auf über 2.700 Metern Seehöhe, nahe dem Schmiedingerkees am Kitzsteinhorn. Nicht weit entfernt befindet sich das bekannte Ausflugsziel Top of Salzburg auf über 3.000 Metern. Schon die Fahrt hinauf zum Alpincenter und der anschließende Aufstieg zur Scharte waren für mich ein Erlebnis. Bei dieser Recherche ging es vor allem um eine entscheidende Frage: Lassen sich meine Vorstellungen von diesem Handlungsort tatsächlich so umsetzen, wie ich es mir beim Schreiben vorstelle? Ich wollte nicht nur wissen, ob die Schauplätze zu meiner Geschichte passen, sondern auch, ob meine Ideen den Gegebenheiten vor Ort standhalten.
Das Mühlbachtal wird ebenfalls einen ganz besonderen Platz in Sophies Geschichte einnehmen. Als eines der beeindruckenden Alpentäler im Pinzgau bietet es eine Kulisse, die ich unbedingt näher kennenlernen wollte. Hier standen vor allem praktische und logistische Fragen im Mittelpunkt. Besonders beschäftigte mich die Umsetzung meiner Ideen rund um die Schaunberg-Mitteralm, die im Talschluss dieses eindrucksvollen Gebiets liegt.
All diese Erkundungen haben mir geholfen, mir ein genaueres Bild von den Orten zu machen, an denen Sophies nächstes Abenteuer spielen wird. Und je mehr ich vor Ort entdecken konnte, desto greifbarer wurde für mich die Geschichte, die ich erzählen möchte.
Wundervolle Momente und Geschichten der Einheimischen
Mich direkt an den Schauplätzen aufzuhalten und mir bildlich vorzustellen, wie sich meine Kapitel und Szenen dort abspielen könnten, war eine ganz besondere Erfahrung. Vor allem im Mühlbachtal hatte ich manchmal das Gefühl, dass mir jeden Augenblick eine meiner Figuren entgegenkommen könnte. Zwischen Fantasie und Realität liegt manchmal eben nur ein schmaler Grat.
Natürlich werde ich im Roman nicht alles bis ins kleinste Detail vorgeben und beschreiben. Die Leser sollen schließlich auch Raum für ihre eigenen Gedanken und Vorstellungen haben. Mir ist jedoch wichtig, dass die Geschichte in sich stimmig bleibt und niemand beim Lesen das Gefühl bekommt, dieses oder jenes könne in Wirklichkeit unmöglich so passieren.
Eine weitere schöne Erfahrung war ein längeres Gespräch mit dem Sohn meiner Zimmervermieterin. Er ist ein waschechter Pinzgauer, lebt und arbeitet in der Region und genießt das Leben dort. Durch ihn habe ich viel über das Aufwachsen von Kindern auf Bergbauernhöfen erfahren und darüber, wie das Leben der Menschen auf den Feldern und Almen heute aussieht. Denn auch wenn sich vieles modernisiert hat, bringt das Leben in den Bergen nach wie vor ganz eigene Herausforderungen mit sich.
Diese Einblicke waren für mich enorm wertvoll, da auch das Leben auf einem Bergbauernhof in meinem Roman eine Rolle spielen wird. Ich wollte verstehen, wie der Alltag der Menschen tatsächlich aussieht, und nicht einfach nur das beschreiben, was ich mir selbst darunter vorstelle.
Das wohl spannendste Gespräch hatte ich dann am Kitzsteinhorn – mit einem Nationalpark-Ranger.
Er hatte gerade eine Führung am Top of Salzburg beendet und machte im Gebäude vor dem berühmten Balkon eine kurze Pause. Im Nachhinein könnte man fast meinen, es sei Schicksal gewesen, denn die Tätigkeit eines Nationalpark-Rangers in den Hohen Tauern ist tatsächlich ein wichtiges Thema in meinem neuen Roman.
Wie leben diese Menschen? Wie arbeiten sie? Was gehört zu ihren Aufgaben und wo liegen die Grenzen ihrer Zuständigkeit? Genau solche Fragen beschäftigten mich.
Zunächst war ich mir gar nicht sicher, ob ich ihn überhaupt ansprechen sollte. Schließlich hatte die Gruppe vor ihm für eine Führung bezahlt, und ich wollte ihn nicht einfach in seiner wohlverdienten Pause stören. Doch schließlich nahm ich meinen Mut zusammen und ging auf ihn zu.
Und es war einfach fantastisch!
Der Ranger entpuppte sich als richtig cooler und gesprächiger Typ. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zurück zum Alpincenter, einen Teil zu Fuß und einen Teil mit der Bahn. Dabei nahm er sich bestimmt mehr als eine halbe Stunde Zeit, um mir meine zahlreichen Fragen zu beantworten.
Rückblickend war dieses Gespräch Gold wert. Ich erfuhr Dinge über die Arbeit eines Nationalpark-Rangers, die ich so nicht auf dem Schirm gehabt hatte. Manche meiner ursprünglichen Vorstellungen hätte ich in dieser Form gar nicht in die Geschichte übernehmen können, ohne dass es unglaubwürdig geworden wäre. Dank seiner Erklärungen kann ich die entsprechenden Szenen nun viel authentischer gestalten und meiner Geschichte einen noch realistischeren Anstrich verleihen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich Zeit für mich genommen und meine vielen Fragen so geduldig beantwortet haben!
Eure Erfahrungen, Erzählungen und persönlichen Einblicke haben mir bei der Arbeit an meinem neuen Roman enorm geholfen.
Der neue Sophie-Roman
Nun kann ich es kaum erwarten, endlich wieder in die Tasten zu hauen! Die Geschichte selbst steht bereits. Still und heimlich habe ich sie schon im Sommer komplett durchgeplottet. Ja, ganz recht: Das Storyboard steht! Die Figuren sind ausgearbeitet und haben meiner Meinung nach bereits richtig viel Leben. Sie sind dreidimensional, haben Ecken und Kanten und sind alles andere als perfekt. Ich habe sie jedenfalls schon jetzt alle ins Herz geschlossen.
Die Grundidee für die Geschichte kam mir bereits im Frühjahr, während ich noch mit der Nachbearbeitung von „Sophie & der einsame Wolf“ beschäftigt war. Es war wieder einer dieser Blitzgedanken, die mich einfach nicht mehr losließen. Selbst nachdem ich drei Nächte darüber geschlafen hatte, ließ mich die Idee nicht mehr los. Sie faszinierte mich, beschäftigte mich und wollte unbedingt erzählt werden. Und wenn das einmal der Fall ist, geht vieles fast wie von selbst.
Natürlich möchte ich noch nicht zu viel verraten. Nur so viel: Die Geschichte des neuen Romans spielt drei Jahre nach dem ersten Buch. Sophie ist inzwischen achtzehn Jahre alt und steht damit an einem ganz anderen Punkt ihres Lebens. Allein das eröffnet jede Menge neuen emotionalen Stoff, aus dem sich spannende Entwicklungen und Konflikte ergeben können.
War „Sophie & der einsame Wolf“ noch ein Coming-of-Age-Thriller, bewegt sich die Fortsetzung meiner Vorstellung nach eher in Richtung New-Adult-Alpenkrimi. Eine neue Lebensphase, eine neue Umgebung und neue Herausforderungen – und mittendrin Sophie, die ihren ganz eigenen Weg finden muss.
Auch wenn ich voller Euphorie stecke, werde ich mir die nötige Zeit nehmen, um aus diesem Buch wieder eine emotionale Reise zu machen, die euch hoffentlich genauso mitreißt wie mich beim Schreiben. Denn so sehr ich es kaum erwarten kann, die Geschichte aufs Papier zu bringen, so wichtig ist es mir, ihr die Zeit zu geben, die sie braucht.
Das Schöne daran: Diesmal könnt ihr mich von Anfang an auf dieser Reise begleiten! Ich möchte euch immer wieder kleine Einblicke in meine Arbeit geben, Hinweise streuen, den Titel enthüllen, Teaserbilder präsentieren und euch nach und nach Lust auf Sophies nächstes Abenteuer machen. Ihr dürft also gespannt sein, was euch in den kommenden Monaten erwartet.
Und ich freue mich schon darauf, wieder überall meine Geschichten entstehen zu lassen: im Zug, im Bus, im Auto oder an den unterschiedlichsten Orten, an denen mich die Muse gerade küsst. Denn manchmal braucht es nur einen freien Sitzplatz, ein paar Minuten Ruhe und die richtige Idee, damit aus ein paar Gedanken die nächste Szene wird.
Ich kann es kaum erwarten, mit Sophie in ihr nächstes Abenteuer aufzubrechen. Und diesmal seid ihr von Anfang an mit dabei!
Ich, beim Erstellen meines Recherche-Dokuments. Wenn das Buch fertig ist, werde ich Euch auch dieses Skript zeigen.
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